Warum druckt man so einen Artikel?

Heute fiel mir bei Freunden das aktuelle Geocaching Magazin (2/2014) in die Hände. Dabei stolperte ich über den Artikel “Einen Cache legen” von Sabine Dingeldein. “Wege zum Qualitätscache” laß sich im ersten Moment richtig gut. Doch schon beim umblättern fiel ich aus allen Wolken.

Die Autorin schreibt hierzu:

Gibt die Stelle, an der der Cache liegen soll, nichts her, dann kann eine schöne Bastelarbeit das Erlebnis durchaus aufwerten und den Finder positiv überraschen, … (Quelle: Geocaching Magazin)

Vom Prinzip her stimmt das schon, aber genau über diesen Worten wird dem Leser ein Foto von einem Vogelhaus präsentiert, welches mit zwei Schrauben am Stamm befestigt ist. Zu diesem Thema hab ich schon genug geschrieben. Wer es noch einmal nachlesen möchte, findet es unter diesem LINK.

Zwei Seiten später schreibt die Autorin:

Wenn die Cache-Location schon nicht wirklich toll ist, sollte man wenigstens mit einem ungewöhnlichen Versteck überraschen. Der Schieberkasten, in dem normalerweise ein Schieber zum An- und Abdrehen eines Hauswasseranschlusses ist, wurde dafür extra vergraben. … (Quelle: Geocaching Magazin)

Daneben wird dem Leser eine Dose in besagten Schieberkasten gezeigt. Jedoch sagen die GC-Guidelines hier ganz klar:

Geocaches sind nie vergraben, weder ganz noch teilweise.
Wenn man ein Loch in den Boden graben oder es anderweitig herstellen muß, um einen Cache zu platzieren oder zu finden, ist das nicht zulässig. (Quelle: gc-reviewer.de)

Warum wird ein Artikel mit solchen Tipps in einem Magazin veröffentlicht? Warum werden zukünftigen Cache-Ownern so etwas als regelkonform verkauft? Für den Messpunkt auf der Folgeseite gilt in dem Sinne das Gleiche. Auch wird das Rohr einer Grundwasser-Messstelle als ein gutes Versteck in Betracht gezogen. An solchen offiziellen Messstellen haben Geocacher nichts zu suchen!

Am Ende des Artikels findet der Leser noch den Hinweis:

Eine Übersetzung der Groundspeak-Richtlinien, einen Fragebogen zur Ermittlung der Schwierigkeits- und Geländebewertung sowie weitere Hilfestellungen findet ihr auf der Webseite der deutschen GC-Reviewer … (Quelle: Geocaching Magazin)

Dieser Tipp ist Gold wert. Auf der Seite der Reviewer findet man alle Richtlinien und Tipps zum Legen eines Caches. Vielleicht hätte die Autorin vorher genau diese Seite besuchen sollen, bevor sie so einen Artikel verfasst. Das gleiche gilt für die Machern des Geocaching Magazins. Warum druckt man so einen Artikel? Für mich absolut unverständlich!

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