Ein schlechter Scherz und da tut sich was

Fangen wir den heutigen Artikel (mal wieder) negativ an. Am Sonntag waren wir in Lintorf bei Ratingen (NRW) unterwegs, denn auf unserem Lösungsstapel lag noch ein Unknown, der eingesammelt werden wollte.

Unser Garmin lotste uns auf einen Wanderparkplatz, von dem es dann noch ein ca. 500m Spaziergang war. Willkommen im Landschaftsschutzgebiet – Hunde sind an der Leine zu führen. Da es trocken war, wechselten wir nicht die Schuhe und gingen mit Turnschuhen los. Wanderer waren kaum unterwegs – denen war wohl etwas kalt 😉 Auf den letzten 20 m fiel uns ein altes Schild „Schützt die rote Waldameise“ in einem Baum auf, das mittlerweile im oberen Teil schon eingewachsen war. Aha, das kommt einem doch bekannt vor. Lautete nicht der Hinweis „Ameisen sind nahe”? Bingo! So mögen wir Dosen im Wald. Eindeutig und klar das man schnell die Dose findet und die Natur unberührt bleibt. Weit gefehlt. Als wir wieder auf unser Garmin schauten, trauten wir unseren Augen nicht. Der Kompass zeigt 20m in den Wald. Aber erst einmal weiter auf dem Weg. Vielleicht sind wir von der falschen Seite gekommen und wir sehen gleich einen Weg der an der Dose vorbeiführt. Nichts. Vielleicht passen die Koordinaten nicht ganz und wir müssen nicht so weit in den Wald. Doch sie passten. Die Dose lag ca. 15m abseits vom Weg. Und als sei das in einem Landschaftsschutzgebiet nicht genug, liegt auf dem 2. Blick 10m weiter ein Bau der besagten roten Waldameise (sogar mit Schutzkäfig).Na Klasse! Was nun ? Da wir nun schon an der Dose standen wurde schnell geloggt. Auf direkten Weg zurück auf den Wanderweg und ab zum Auto.

Intermezzo
Kurz vor unserem Cachemobile kam und eine junge Frau mit einem Hund an der Leine entgegen. Wow! Es gibt Hundebesitzer, die verantwortlich handeln. Wieder ein Irrglaube. Die beiden waren knapp 3m an dem Schild „Hunde sind an der Leine zu führen“ vorbei, da macht sie den Hund los. Wir gingen auf sie zu und sprachen sie an und fragten, ob sie das Schild nicht gesehen hätte und sie sich in einem Naturschutzgebiet befände. Ihre Antwort war: „Hier dürfen die Hunde frei laufen“. WTF! „Sie sind gerade an einem Schild vorbei gekommen auf dem steht, dass Hunde an der Leine zu führen sind und in 20m werden sie an dem nächsten vorbeikommen.“ Die einzige Antwort der Hundebesitzerin war dann: „Kümmern sie sich um ihren eigenen Scheiss.“ Liebe Hundebesitzerin, dass würden wir ja auch tun, wenn sie ihren Vierbeiner an die Leine nehmen und die Hinterlassenschaften ihres Hundes mitnehmen würden. Die wenigsten Besitzer räumen hinter ihrem Tier her und so liegen überall immer mehr Exkremente herum. Was für ein Abschluss für einen 1. April. Der Artikel erscheint erst heute, damit niemand auf die Idee kommt, dass es sich um einen Aprilscherz handelt. Und nein, wir stellen nicht alle Hundebesitzer unter Generalverdacht. Dies war eine Momentaufnahme. Zurück zur Dose.

Zu hause angekommen, schauten wir ins Netz und stellten fest, dass bereits 215 Cacher die Dose am Ameisenbau gefunden hatten und keiner (soweit wir das überblicken konnten) etwas zu der problematischen Lage des Finals geschrieben hatten. Wie kann das sein? Waren alle blind oder war es ihnen einfach egal? Wir hoffen das der Owner auf unseren Log reagiert und das Final näher an den Weg legt (was ohne weiteres möglich ist). Denn so, wie er jetzt liegt entspricht der Cache nicht unseren eingenen Regeln. Soweit der negative Teil.

Kommen wir zu etwas positivem. Seit gestern war auf BlogsAlongTheRoute ein Artikel von der Geocouche zu finden. Hier setzt sich der Besitzer mit der Problematik seiner eigenen Dosen auseinander und übernimmt aus unserer Sicht Verantwortung. Auch wenn man solche Menschen im Moment noch suchen muss, ist es ein Anfang. Von unserer Seite hat er auf jeden Fall unseren Respekt. Im Folgeartikel gibt er auch einen Einblick, wo die Probleme bei seinen Caches liegen. Wir hoffen, dass diese Artikel ein Anstoß für andere Cacher sind und sie sich ein paar Gedanken über ihr Hobby machen und wie es weitergehen soll/kann/muss.

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