200 Tage (Teil 2)

Nachdem Teil 1 so negativ ausgefallen ist, möchten wir auch einmal die positiven Eindrücke der letzten 200 Tage zeigen.

Eigentlich ist Geocaching ein Hobby, das im Verborgenen ausgeübt wird. Früher auf jeden Fall – heute stimmt das nur noch zum Teil. Da Geocaching nicht mehr aus der Presse kommt (jetzt nur nicht wieder zu negativ werden :(), hat selbst Oma Piepenbrink (wer alt genug ist, weiß wer das ist ;)) schon einmal von Geocaching gehört. Und wenn man früher andere Cacher nur auf Events sah, trifft man sie heute an der Dose. Genau das finden wir gar nicht schlimm. Denn so lernten wir auch mal die Menschen kennen, die man vielleicht vorher nur aus den Logs und dem Namen nach kannte. Mit einigen hatte man einen netten Plausch beim Rudel-FTF oder an einem Klönabend. Mit einigen hat man sich dann zusammengetan, um in der Gruppe z.B. einen Nachtcache zu machen. Jeder konnte seine Erfahrungen und Ideen einbringen und so konnten auch die kniffeligsten Rätsel gelöst werden. Es gibt wahrscheinlich Leute, die genau diese Entwicklungen eher negativ bewerten – wir finden es Klasse wenn fast 100 „Bekloppte“ (wir eingeschlossen) sich am 29. Februar um 2:49 Uhr in Duisburg-Nord auf einen Parkplatz treffen zu einem kurzen Schnack und das Loggen eines Event-Caches (Dank noch einmal an Team Fridolin).

An die Cacher aus Duisburg und Umgebung: Ihr seid ein duchgeknallter Haufen und das ist gut so 😉

Einen anderen positiven Effekt hatte das Geocaching für uns beim Thema „Wo wohnen wir überhaupt?“. Da wohnt man seit Jahren in einem Ort und meint sich gut auszukennen. Weit gefehlt. In den 200 Tagen haben wir so viele neue Orte und Wege kennengelernt, dass man sich fragt, wie man vorher überhaupt klar gekommen ist. Wo man früher unnötige Umwege gefahren ist, kennt man heute den direkten Weg. Früher dachte man, Duisburg ist eine der hässlichsten Städte im Pott. Heute weiß man, dass selbst Duisburg ein paar sehr schöne Ecken hat und man nur wissen muss, wo sie zu finden sind. Einige Caches haben uns genau diese schönen Ecken gezeigt (vielen Dank an die Owner dieser Caches).

Wer in unsere Statistik schaut, sieht dass wir Spaß an Mystery-Caches haben. Im Winter, wenn es früh dunkel wird, hat man sich abends vor die Flimmerkiste gesetzt und hat sich berieseln lassen. Diesen Winter war aber vieles anders. Da in NRW die Cache-Dichte sehr hoch ist, hatten wir genug Rätsel zur Auswahl und anstatt eine weiche Murmel von DSDS, Dschungelcamp oder ähnlichen zu bekommen, haben wir etwas Gehirn-Jogging betrieben. Die gelösten Caches wurden eine Liste gepackt und werden nun (wenn sie zwischenzeitlich noch nicht archiviert worden sind) nach und nach gehoben.
Nach dem Dank an viele der Owner (sorry der Dank geht nicht an alle, da einige Dosen einfach Müll waren) geht ein weiterer Dank an Leute, die wir noch nie getroffen haben, aber unsere Sicht auf Geocaching maßgeblich mitgeprägt haben. Wir lesen ihre Blogs und hören ihre Podcasts Woche für Woche. Vielen Dank an:

Somit kommen wir zum Ende des 2. Teils. Insgesamt überwiegen die positiven Seiten des Geocachings, was für uns der Grund ist dabei zu bleiben. Die Probleme, die wir im ersten Teil ansprachen nerven aber weiterhin. Wir hoffen einfach, dass einige Leute sich besinnen und sich vorher Gedanken über die Konsequenzen ihres Handelns machen.

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