200 Tage (Teil 1)

Am 6. März war es soweit. 200 Tage sind wir nun offiziell dabei. Wenn man so auf diese Zeit zurückschaut, verging die Zeit rasend schnell. Viele positive Eindrücke fallen einem da sofort wieder ein, aber leider auch viele negative.

So mussten wir lernen, dass es Cacher gibt,  die alles daran setzten unser neues Hobby in einem “schlechten Licht” darzustellen. Zum Beispiel werden Dosen in einem Naturschutzgebiet in einen Baum gehängt – Cacher werden bei einem Multi durch eine Schonung zur nächsten Station gelotst usw 🙁 Muss das so sein? Ärger mit Förstern oder Grundstücksbesitzern ist doch vorprogrammiert. Kann man sich nicht an die eigenen Regeln halten?

1.1 Absatz 2 Du holst Dir die Erlaubnis des Grundbesitzers und / oder der Gemeinde / Kommune, bevor Du einen Cache auf Privatbesitz oder Gemeindeeigentum versteckst.

1.1 Absatz 5 Flora und Fauna werden bei der Ausübung von Geocaching nicht geschädigt.

(Quelle: GC-Reviewer.de)

Anscheinend nicht! Alles muss bedost werden – egal wie. Jetzt werde einige einwenden: Ihr müsst die Dosen ja nicht machen. Stimmt, dass müssen wir nicht. Aber warum platzieren die Leute denn erst Dosen mitten (damit ist nicht direkt am Weg sondern mehrere Meter abseits desselben gemeint) in Natur- oder Landschaftsschutzgebieten? Hier ein paar Ausreden die wir da zu hören bekommen haben:

Wie? Da ist ein Schutzgebiet? Das haben wir nicht gewusst.

Bis jetzt haben in einem Jahr 20 Leute die Dose geloggt. Die 20 sind keine Belastung für die Natur.

Wenn die uns da nicht haben wollen, sollen sie das Gebiet einzäunen oder ein Schild dranhängen.

Schaut man sich die Beispiel-Aussagen an wird einem schlecht.

Unwissenheit ist in dem Fall ein Armutszeugnis. Da werden Stunden und Tage damit verbracht, um sich ein Rätsel auszudenken und ein Final zu gestalten, hat aber keine 5 Minuten um auf eine Karte zu schaun? Es waren weniger als 3 Minuten bis wir via Google auf der Seite des Rhein-Sieg-Kreises (eine unserer Homezones) auf eine Übersichtskarte (nach unten scrollen) gestossen sind, wo alle Zonen eingezeichnet sind. Was soll man nun als Neuling davon halten?

Wenn ein Cache von 20 Leuten geloggt wurde, heisst das noch lange nicht, dass es wirklich nur 20 Personen waren. Viele rücken als Team an. Die meisten loggen einen DNF nicht, weil sie noch einmal wiederkommen wollen, um weiter zu suchen.  Somit ist die Anzahl der Cacher um ein vielfaches höher, als die Logs. Wenn dazu noch ein gutes Versteck und schlechter GPS-Empfang kommen, ist ein Schaden für die Natur vorprogrammiert.

Zäune und Schilder sind eine beliebte Ausrede. Da stellt man sich doch die Frage: Warum muss man ein Landschaftsschutzgebiet einzäunen? Und Schilder? Alle die mit offenen Augen durchs Leben gehen, werden schon mal dieses Schild oder jenes Schild gesehen haben. Und die stehen an allen Zufahrten. Auch bei einem Privatgrundstück verstehen wir diese Denkweise nicht. Wenn kein Zaun herum ist oder ein Schild hängt laufe ich einfach querfeldein? Versetzt euch mal in die Lage eines Eigentümers. Möchtet ihr, dass Fremde ständig einfach so über euer Grundstück laufen, ohne das ihr gefragt werdet?

Wenn es so weitergeht, wird es auf absehbare Zeit gesetztlich Einschränkungen geben, die auch Auswirkungen auf das Geocachen haben werden. Und warum? Weil es ein paar Leute gibt, die es nicht nötig haben sich an Regeln zu halten. Jetzt kann man gerne sagen: Macht doch erst einmal eure ersten 1000 Funde bevor ihr den Mund so voll nehmt. Wenn das mit den Problemen und der schlechten Presse so weitergeht, kann es sein das wir die 1000 gar nicht (ohne PowerTrails) erreichen .

Mittlerweile haben wir es uns mit unserer Ansicht auch mit einigen Cachern in einer unserer Homezones “verscherzt” und gelten als Nestbeschmutzer (dafür haben wir nicht einmal 150 Tage gebraucht). Damit können wir aber gut weitercachen und schaffen eventuell sogar die 1000 Funde (in weiter Zukunft). Somit hoffen wir, dass einige Menschen mal aufwachen und das Geocachen wieder so betreiben, wie es einmal gedacht war und ist. Und JA das Geocaching hat sich weiterentwickelt. Das heisst aber immernoch nicht, dass keine Regeln mehr gelten und das man dabei den Kopf ausschalten soll. Aus eigener Erfahrung können wir bestätigen: Berechtigte “Needs Maintenance” tut nicht weh. So könnte ihr sowohl den Owner als auch andere Cacher vor Stress bewahren.

Irgendwie fällt das Fazit nach 200 Tage ziemlich negativ aus. Aber es gab ja nicht nur negative Eindrücke. Und diese bekommen dann einen eigenen Beitrag in Teil 2. Und bevor wir es vergessen : Danke JR849 für den Support.

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