Weihnachtsmarktgeoeventmarathon

Weihnachtsmarktgeoeventmarathon

Haloa!

Der eine oder andere meiner geneigten Leser mag es bereits bemerkt haben, das Weihnachtsfest nähert sich mit schnellen Schritten. Seit geraumer Zeit schon werden Schoko-Dominosteine, Printen und Lebkuchen angeboten, während die befichteten Marktplätze der Geocacher harren. Seit Wochen ploppen deutschlandweit entsprechende Eventlistings auf, als gäb’s kein Morgen. Wenn dann bald der allabendliche Glühwein oder –bierdunst zwischen den Weihnachtshütten wabert und das rot verschnupfte Näschen überall Gerüchen diverser Apfelzimtkreationen ausgesetzt ist, dann, ja dann trifft man sich vielerorts zum alljährlichen Weihnachtsmarktgeoeventmarathon.

Zum Beispiel, wie schon letztes Jahr und das davor, an der traditionellen Ausschankhütte mit deppenapostrophiertem „s“ im Namen, wo das obsolete Logbuch für mindestens 30 Minuten ausliegt, weil’s besser klingt als eine anzugebende Endzeit, bevor man zusammen den Weihnachtsmarkt erkundet – oder den Glühwein des nächsten Standes. Warm ist’s in der Gruppe, besinnlich laut und lustig. Der Pegel steigt und während ein Brüllwürfel im Hintergrund Weihnachtsstimmung vom roten Rentier plärrt, kauft man weinselig den absolut witzigsten “Weihnachtsmug” am Stand nebenan. Dann geht’s schon weiter. Nächstes Getränk, nächstes Geschenk. Lustig, lustig, fallerallala!

Am nächsten Tag Schädel. Glühwein allein wäre ja noch okay gewesen, aber der gezuckerte mit Apfelzimt und Rum, den Pharisäer und das Kirschglühbier dazwischen hätte man vielleicht auslassen sollen. Und überhaupt wundert man sich über die Ausbeute. Zwei wohl versehentlich eingesteckte Becher vom Zipfelmützenstand, ein Weihnachtsmug, dessen grenzwertiges Motiv am Vorabend irgendwie viel witziger erschien, ein peinlicher Strickschal mit Rentierzopfmuster, ein Päckchen superleckere Fenchelkandisstäbchen für den gepflegten Teetrinker und ein auf Knopfdruck blinkender Plaste-Weihnachtsmann der enthemmt Nikolausi sagt.

Wunderhübsch. Genauso hübsch, wie die innen klebrige, da glühweinbefleckte Jackentasche, die den offenbar nicht restentleerten Zipfelmützenstandgetränkebechern als Transportbehältnis diente. Wenn das bloß wieder raus geht.

Nun, manche Erinnerungen bleiben. Den zustandsbedingt (fehl)erstandenen Kram kann man hingegen nett einpacken, denn in zwei Wochen ist Geowichteln. Das passt schon. Bis dahin sind noch mindestens drei Weihnachtsmarktevents und vielleicht kommt unerwartet noch etwas mehr zusammen.
Hauptsache ist, man bekommt den Mist beim souvenirträchtigen Geoschrottwichteln an einem der diesjährig inflationären Silvesterevents nicht wieder zurück. Falls doch geht’s Neujahr als TB auf Reisen.

Ja, Neujahr, das 2018 so anfängt, wie das alte Jahr endet, mit einer Eventschwemme, einem Souvenir und ‘nem Plan B.

Viel Glück beim Übergang wünscht

TJ.

 

… der Euch ab 1. Advent mit einer Adventsgeschichte beglückt.
Der eine oder andere wird sie bereits kennen. Es geht um Paul…

1 Gedanke zu “Weihnachtsmarktgeoeventmarathon

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