Geocoinfest Ulm Nachlese

…. oder “Es ulmt ja gar nicht”

Eigentlich war diese Reise schon 2012 für uns geplant. Damals hieß das Ziel noch “GC2MEET Ulmer Viermaster” und wäre das Event gewesen, wo die Dosenfischer ihre 2. CD releasen. Doch es kam anders und das eigentliche Event fiel aus bzw. wurde in einem kleineren Rahmen ohne die Dosenfischer durchgeführt. Ende 2013 wurde bekannt, daß unter dem gleichen Code nun ein Geocoinfest im Oktober 2014 statt finden wird. Damit stand eines der Ziele für 2014 fest, denn wir wollten endlich wissen, was an dem Mythos Ulm dran ist. So viele Alt-Cacher hatten von den Events in Ulm geschwärmt.

gcf2014banner

Unsere Reise begann schon donnerstags früh um 6 Uhr, als wir uns über Umwege nach Ulm aufmachten. Wenn man schon einmal so weit Richtung Süden fährt, kann man ja auch gleich ein paar Länder mit einsammeln. So führte die Route über Belgien (GC40), Luxemburg, Frankreich und das Saarland nach Ulm. Bis Stuttgart war die Fahrerei recht entspannt. Kaum Verkehr obwohl das lange Wochenende vor der Tür stand. Doch für das letze Stück (ca. 60 km) brauchten wir geschlagene 2 Stunden. War die Reise nach Ulm die richtige Entscheidung? Nach nach der Ankunft waren wir schon etwas enttäuscht. Es ulmte gar nicht 🙁 Für alle, die nicht wissen was damit gemeint ist, seien Berichte über das erste Mega in Ulm ans Herz gelegt.

GewoelbeAlso endlich angekommen. Was nun? Wir waren von unserer Truppe die ersten. Der Rest stand noch im Stau oder reiste erst am nächsten Tag an. Cachen gehen? Pennen? Der Blick in die Twitter-Timeline nahm uns die Entscheidung ab. Jochen alias Spike05 veranstaltete kurzfristig ein EOP (Event ohne Punkt) im Gewölbe in der Ludwigsvorfeste (Neu-Ulm). Was für eine Location. Also die Koordinaten ins Navi eingegeben und auf den Weg gemacht. Und es war ein schöner Abend mit neuen und bekannten Gesichtern bei Schweizer Wurstsalat und Dinnede. Gerne wären wir noch länger geblieben, doch der lange Tag forderte seinen Tribut. Auf jeden Fall ein gelungener Start für das Wochenende. Zurück im Hotel kamen dann auch endlich die anderen Stau-Steher an. Die wollten aber auch nur noch ins Bett und so verabredete man sich zu einem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen.

WetterDer erste Blick am nächsten Morgen aus dem Fenster beruhigte uns etwas. Kein Sonnenschein, etwas Nieselregen und alles andere als gemütlich. Sollte das Ulmer Wetter endlich seinem Ruf folgen? Aber erst einmal frühstücken. Und wo könnte man das besser, als in einem Cafe direkt am Ulmer Münster (da wir nicht zu den Leuten gehören, die ihr Essen fotografieren, gibt es kein Bild  von den Leckereien, die wir verdrückt haben 😛 ). Bis zum Meet&Greet war noch viel Zeit und so konnten wir uns etwas die Innenstadt ansehen und dabei ein paar Caches mitnehmen. Wie bei jedem Mega sah man an jeder Ecke Menschen mit GPS-Geräten in der Hand. An einigen Stellen musste man einfach nur grinsen. Einige der Geocacher versuchten im Gewühl der Menschen besonders unauffällig zu sein und fielen dadurch erst recht auf. So machten wir Station in einem Cafe in der Nähe vom Cache-Inn, wo ein Tradi in Sicht lag. Sehr amüsant zu zusehen, wie die Cacher suchten (bei uns sah die Suche natürlich nie so aus 😉 ). Ab und an gaben wir verzweifelten Gesichtern einen Tipp, um sie von ihrem Leiden zu erlösen 😀 Zwischendurch ging es auch schon einmal in Richtung Roxy/Reithalle, um unsere Bestellungen abzuholen. Neben den bestellten Coins, Eintrittsbändchen und und Konzertkarten gab es jede Menge Werbung in Papierform für anstehende Megas und Events.münster Da kaum was los war, taten wir es den anderen gleich und besuchten noch ein paar Dosen. Pünktlich zu Beginn des Events waren wir zurück und sahen viele bekannte Gesichter. Wenn Ulm ruft kommen sie aus der ganzen Republik (sogar die Hexe war eingeflogen 😉 ). Weiter bewiesen die Ulmer Organisationstalent. Denn es waren weit mehr Leute zum Meet&Greet gekommen, als sich angemeldet hatten. So war es nicht verwunderlich, daß zwischendurch einige Speise und Getränke aus waren. Aber innerhalb kürzester Zeit war (trotz Feiertag) für Nachschub gesorgt. Wie immer gab es einige Personen, denen dies nicht schnell genug ging und am motzen waren. Kleine Anmerkung von unserer Seite: Macht es selbst erst einmal besser, bevor ihr rummosert. So ging weiterer schöner Tag zu Ende und man war gespannt auf den nächsten Morgen. Das Geocoinfest Europe 2014 Ulm.

tbIm Gegensatz zu vielen anderen waren wir nicht direkt um 9 Uhr vor Ort, sondern erst gegen kurz nach 10 Uhr. Hier lernten wir dann, daß wir keine echten Coiner sind. Ganz ohne Jagdfieber schlenderten wir an den Shops entlang. Subjektiv war aber in der Halle mit den Ständen eine komische Stimmung. Es “roch” nach Gier und Ich-gönne-dir-nicht-das-Schwarze-unter-den-Fingernägeln. Mag sein, daß wir uns irren oder einfach nicht genug coin-verrückt sind. Da für uns das Coinfest eh nur Mittel zum Zweck war, um nach Ulm zu kommen, wechselten wir wieder in den regulären Mega-Modus (10 Meter gehen – quatschen – 10 Meter gehen – quatschen …). Es war wirklich schön, einige Menschen nach langer Zeit mal wieder zu treffen und mit ihnen ein paar Worte zu wechseln (mehr ist meistens auf einem Mega nicht drin). Zur Mittagszeit ging es dann mit einigen anderen Cachern zum Essen und zu ein paar weiteren Dosen.

twittertreffenAm Nachmittag ging es dann erneut zurück zum Event-Gelände für das kurzfristig von Jochen und Martin organisierte Twittertreffen. Leider löste sich dies all zu schnell wieder auf, da viele wieder auf die Jagd nach LAB-Caches gehen wollten. Da wir unser Pensum schon erreicht hatten, entspannten wir bei einer Tasse Kaffee und netten Gesprächen. So langsam wuchs auch die Vorfreude auf das Konzert der Dosenfischer am Abend. Als dann gegen 19 Uhr der Einlass begann, blieben wir entspannt in der Reithalle sitzen und schauten uns ab und an die lange Schlange vor dem Roxy an. Ganz nach dem Motto: Wir werden schon ein Plätzchen für uns finden 😉

dosenfischerDas Konzert selbst war wider Erwarten nicht so unser Ding. Die Musik der Dosenfischer und unser Geschmack haben sich leider von einander entfernt. Selbst die guten alten Klassiker halfen da nicht. Man kann es halt nicht allen recht machen. Da auch dieser Tag recht anstrengend war (die Steherei auf dem Konzert hatte uns den Rest gegeben), ging es für uns danach zurück ins Hotel.

Sonntag, unser letzter Tag in Ulm. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, vor unserer Abreise das GEOktoberfest  zu besuchen. Nach einem leckeren Frühstück im Cafe Einstein ging es für uns rüber zum Zeughaus. Da hatten sich die Ulmer echt mal was einfallen lassen. Neben einer Schießbude gab es Dosenwerfen, Hau-den-Lukas, Glücksrad und Fäden ziehen. Alles sehr liebevoll gestaltet und ein Spass nicht nur für die Kleinen 😉 Doch wie alles Schöne ging auch dieses Wochenende irgendwann vorbei und wir machten uns langsam auf den Heimweg (natürlich nicht ohne noch die beiden Webcams mitzunehmen 🙂 ). Nach fast 8 Stunden und gefühlten 1000 km Stau (waren auf der ganzen Strecke ca. 20 km) waren wir zurück in der Heimat.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Ulmern für ein geniales Wochende bedanken. Ulm ist auf jeden Fall eine weitere Reise wert (ohne ein Mega wird der Besuch auf jeden Fall entspannter 😉 ). Nun verstehen wir warum so viele Alt-Cacher von Ulm und den Leuten so schwärmen. DANKE 😀

PS: Und es hat das ganze Wochenende nicht einmal geulmt 😉

Schreibe einen Kommentar

Spam-Check - Bitte löse die Aufgabe * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.